Sardine & Black Anchovy – der etwas andere Fischboilie
News vom 17 Apr 2012 von Sebastian SCHMIDT.
Gerade im Frühjahr, vor der Laichzeit der Karpfen, bevorzuge ich proteinreiche Köder auf Fischmehlbasis. Muss der Karpfen seinen kostbaren Laich aufbauen, liefern ihm diese Köder hierfür alle wichtigen Nährstoffe. Laich besteht in erster Linie aus Protein und Fett - Fischmehlboilies enthalten beides reichlich!
Leider zählen Boilies auf Fischmehlbasis aber auch zu den verbreitetsten Karpfenködern überhaupt. Hier Abwechslung ins Spiel zu bringen, ist naturgemäß nicht ganz leicht, denn letztlich sind sich die meisten Fischboilies doch sehr ähnlich.
Der Sardine & Black Anchovy Boilie macht hier jedoch eine deutliche Ausnahme. Dieser Köder basiert unter anderem auf Sardinen- und Anchovismehl. Diese speziellen Fischmehle geben ihm ein sehr außergewöhnliches Aroma. Zudem enthält er als lösliche Attraktoren verschiedene dazu passende Hydrolysate, Extrakte und natürlich Betain. Alle Zutaten sind für den Fisch sehr hochwertig und leicht verdaulich. Wie alle Serien der Hight Fish Attract Range, setzt sich die Sardine & Black Anchovy Serie aus mehreren Komponenten zusammen. Neben den normalen Boilies sind auch Pop Ups, Spezielle Hookbaits und der dazu passende Dip erhältlich. Die Pop Ups zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich farblich von den Bodenködern abheben. Bei der Sardine & Black Anchovy Serie sind die Pop Ups weiß, ganz im Gegensatz zu den schwarzen Bodenködern. Die Hookbaits sind etwas Härter, stärker aromatisiert und haben eine leicht zylindrische Form.
Mitte März ging es für mich das erste Mal ans Wasser. Der Sardine & Black Anchovy sollte der Köder der Wahl sein und ein moderat besetzter Baggersee war der Einsatzort. Ich suchte mir zwei Spots im Flachwasser, wo die Wassertemperatur schon sieben bis acht Grad betrug. Zunächst wurden pro Spot etwa drei Hände voll Boilies gefüttert. Diese hatte ich vorher mit dem passenden Dip geboostet. Ich nutze die Dips an unseren Gewässern lieber als Booster. An diesen relativ dünn besetzten Seen geht es mir nämlich nicht darum, dass die Fische meinen Hakenköder vor den Futterboilies finden - ich will überhaupt erstmal, dass sie auf den Spot aufmerksam werden. Da ich auf Weichfutter wegen der vielen Weißfische an diesen Gewässern verzichte, sind geboostete Boilies meine erste Wahl. Einfach die Boilies in ein verschließbares Gefäß tun, etwas Dip n´Catch darüber, das Ganze dann ordentlich durchschütteln und anschließend einige Zeit einziehen lassen. Bei dieser Gelegenheit fiel mir noch ein weiterer Vorteil der zylindrischen Hookbaits auf: durch ihre Form sind sie zwischen den geboosteten Boilies deutlich leichter wieder zu finden.
Und hat es was gebracht? Ich mache es kurz: am Ende der Sitzung stand ein feister Schuppi, der mir und meinen Kollegen bisher völlig unbekannt war! Ob es der etwas andere Fischboilie war, der den Unbekannten nun an einen Angelhaken brachte? Ich kann es mir jedenfalls sehr gut vorstellen...
In diesem Sinne
Euer Basti
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